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Programm der Tagung am 17. Mai 2019 in Darmstadt

mit der Hessischen Historischen Kommission

 

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1919 Emanzipation der Kirche vom Staat
Einhundert Jahre Synodalprinzip

Zum Thema:  

Erstmalig in der deutschen Geschichte wurde in der Weimarer Reichsverfassung von 1919 die Trennung von Kirche und Staat rechtlich festgeschrieben. Dennoch blieben zahlreiche Verbindungen zwischen beiden Bereichen bestehen; die fraglos vorher bestehende Identifikation der politischen und kirchlichen Repräsentation wurde aber bewusst mit dem Untergang des Wilhelminischen Kaiserreichs am Ende des Ersten Weltkrieges aufgegeben. Kirchengesetz 1919

Für die Evangelische Kirche bestand die große Herausforderung darin, die für die Demokratie einschlägigen Entscheidungsfindungsprozesse nunmehr kirchlich zu übernehmen. Dazu bot sich eine Synodalverfassung der kirchlichen Leitungsgremien an. Umstritten und diskussionswürdig war freilich von Anbeginn an die Frage nach der normativen Kraft von Mehrheitsentscheidungen im Verhältnis zur exklusiven Bindung an das Wort Gottes in der Heiligen Schrift. Überhaupt mussten nun die Dynamiken einer Diskurskultur unter Gleichberechtigten erstmalig auch das Verhältnis von Laien und Ordinierten einer Neubestimmung unterzogen werden.

Die Wechselwirkung von säkularen und kirchlichen Debatten- und Entscheidungskulturen führte allerdings zu mannigfaltigen Problemen und Irritationen, die im Grunde bis heute nicht vollends bewältigt worden sind.

Die Tagung der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung in Zusammenarbeit mit der Hessischen Historischen Kommission sucht in drei Referaten das angesprochene Problemfeld auszuleuchten. Dabei verbinden sich historischer Rückblick, aktuelle Erfahrungsberichte und ein vorwärtsweisender Ausblick auf die Zukunft der Institution Kirche unter den Bedingungen der Moderne und im Rahmen der Vorgaben des Grundgesetzes, das die Vorschriften der Weimarer Reichsverfassung über die Trennung von Kirche und Staat unverändert übernommen hat.

Die Veranstaltung findet im Haus der Geschichte (Hessisches Staatsarchiv), Seminarraum 264, Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt, statt.

Empfohlen wird die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Straßenbahn- und Bushaltestelle Schloss oder Willy-Brandt-Platz).

Parkmöglichkeiten gibt es in der Schlossgarage, auf Anfrage bzw. für Gehbehinderte östlich des Gebäudes auf dem Karolinenplatz.

Programm

13.45 Uhr     Mitgliederversammlung der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung
                     (öffentlich)

14.45 Uhr     Kaffeepause

15.15 Uhr     Begrüßung durch den Leiter des Hessischen Staatsarchivs,
                     Herrn Dr. Johannes Kistenich-Zerfaß
                     und den Vorsitzenden der HKV sowie der HIKO Kommission,
                     Prof. Dr. Friedrich Battenberg

15.30 Uhr     Grußwort des Präses der Synode der EKHN,
                     Dr. Ulrich Oelschläger

15.45 Uhr     Prof. Dr. Markus Wriedt: Demokratie und Kirche. Über Voraussetzungen und
                     Folgen der Trennung von Kirche und Staat sowie dem Bemühen um
                     demokratische Entscheidungsformen in der Hessischen Kirche. Einführung in
                     das Tagungsthema

16.15 Uhr     Prof. Dr. Karl Heinrich Schäfer: 50 Jahre ‚synodale Demokratie‘. Die
                     Evangelische Kirche in Hessen und Nassau auf dem Weg zur ‚Kirche in der
                     Demokratie‘

17.00 Uhr     Kirchenpräsident Dr. Dr. h.c. Volker Jung: Synode in der EKHN – Erfahrungen
                     und Reflexionen

17.45 Uhr     Gemeinsame Diskussion der Vorträge

18.30 Uhr     Schlussworte und Reisesegen

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 3. Mai 2019 bei:

Hessische Kirchengeschichtliche Vereinigung (HKV)
c/o Helmut-Hild-Haus der EKHN
Ahastraße 5a
64285 Darmstadt
Tel. 06151/405-677

hessische-kirchengeschichte[at]ekhn-kv.de
 

oder:

Hessische Historische Kommission
Haus der Geschichte
Karolinenplatz 3
64289 Darmstadt

hiko[at]haus-der-geschichte.com