HKV feierte 500. Geburtstag  von Philipp dem Großmütigen mit

Zusammen mit dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, den beiden hessischen evangelischen Landeskirchen sowie der Universität und Stadt Kassel hat die Hessische Kirchengeschichtliche Vereinigung die Gedenkveranstaltung zum 500.Geburtstag von Landgraf Philipp vom 17. bis 19. September 2004 in Kassel ausgerichtet.

Sowohl der Festakt über der Grablege in der Martinskirche am Freitagabend als auch die wissenschaftliche Tagung am Samstag im Rathaus waren sehr gut besuchte Veranstaltungen.  Zu den sechs Vorträgen über das Leben und das Wirken Philipps von namhaften VertreterInnen der Forschung aus Marburg und Kassel (vgl. Einladung) kamen ca. 200 BesucherInnen. An die Vorträge schlossen sich rege Diskussionen an. Zugleich bot dieser Tag den einzelnen geschichtlichen Vereinigungen und uns als HKV die Möglichkeit, unsere Publikationen zu präsentieren und Mitglieder zu werben. Dem zweiten Vorsitzenden, Herrn Prof. Dr. Kemler, ist es gelungen, durch die Einbindung der HKV in dieses Jubiläum auch unsere Jahrestagung zu einem Höhepunkt werden zu lassen. Ihm sei für die Organisation ausdrücklich gedankt, ebenso den Referenten der HKV, Herrn Prof. Dr. Hans Schneider und Herrn Dr. Wolfgang Breul.

Weiterer Höhepunkt war die festliche Eröffnung der Ausstellung zum evangelischen Philippsjahr „Mit dem Glauben Staat machen“, die durch Dokumente und Exponate des Kasseler Statdtmuseums erweitert wurde. Der Festgottesdienst am Sonntag mit Bischof Dr. Hein und die öffentliche Festveranstaltung mit dem Vortrag von Prof. Dr. Eckhart G. Franz aus Darmstadt über „Fürst, Staat und Kirche im Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit“ rundeten die Festlichkeiten würdig ab. Am Sonntagnachmittag gab es noch unterschiedliche Führungen durch Kassel. 

Die Mitgliederversammlung am Samstag in der Mittagspause war mit 26 stimmberechtigten TeilnehmerInnen verhältnismäßig gut besucht. Darin wies Dr. Braun auf das im Entstehen begriffene neue Jahrbuch hin, das das Schwerpunkthema „200 Jahre Säkularisation in Hessen“ trägt und vor allem Vorträge der letzten Jahrestagung  in Bensheim bringen wird. Außerdem wurde auf die neuen Publikationen in den „Quellen und Studien zur hessischen Kirchengeschichte“ hingewiesen: Bd. 8: Dirk Richhardt, Zwangsarbeit im Bereich von evangelischer Diakonie in Hessen und Bd. 9: Karl Gottfried Goebel, Johann Christian Lange (1669-1756). Seine Stellung zwischen Pietismus und Aufklärung.
Noch in diesem Jahr soll weiterhin die Arbeit von Uwe Buß über Johann Friedrich Starck erscheinen: „Leben, Werk und Wirkung eines Pietisten der dritten Generation“. 

Die nächste Jahrestagung findet am 29. und 30. April 2005 in Holzhausen am Hünstein (Hessisches Hinterland) statt und wird sich wegen des 300. Todesjahres mit Philipp Jakob Spener und dem Pietismus beschäftigen. Durch das lebendige und pietistisch-erweckliche Umfeld wird mit vielen Interessierten zu rechnen sein. Pfarrer Dr. Braun sorgt für die Planung vor Ort. Referenten werden noch angesprochen. 

Ein weiterer Höhepunkt wird eine Gemeinschaftsveranstaltung der HKV mit der EKHN am 2. September 2005 im Spenerhaus in Frankfurt sein: „Die EKHN und ihre Kirchenordnung. Entstehung, Entwicklung, Perspektiven“. Diese Tagung wird neben der Wichtigkeit des Themas zur Revision der Kirchenordnung vor ihrem historischen Werdegang  eine gute Möglichkeit für die HKV sein, sich den (neuen) Synodalen vorzustellen.

Dr. Friedhelm Ackva

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