Über uns

Die Hessische Kirchengeschichtliche Vereinigung (HKV) hat es sich seit 1949/50 zum Ziel gesetzt, die Kirchengeschichte auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zu erforschen, darzustellen und zu pflegen. Damit steht sie in der Tradition der 1901 in Friedberg gegründeten „Vereinigung für hessische Kirchengeschichte”, ist jedoch durch ihre Erweiterung auf den kurhessischen und waldeckischen Bereich eine der wenigen Institutionen, die kirchenübergreifend beide Landeskirchen im Blick hat und somit auch miteinander verbindet.

Jahrestagung 2022 in Friedberg

Am 21. Oktober 2022 finden in der Burgkirche Friedberg die Jahrestagung der HKV und die Mitgliederversammlung statt.

In den 75 Jahren ihres Bestehens hat die EKHN immer wieder innovative Kraft bewiesen. Sie hat Veränderungen angest0ßen, die über die landeskirchlichen Grenzen hinauswirkten und sich nach dem Ende der NS-Herrschaft und des Zweiten Weltkriegs selbst neu erfunden: Die unter nationalsozialistischem Einfluss gegründete Evangelische Landeskirche Nassau-Hessen wurde aufgelöst und als Evangelische Kirche in Hessen und Nassau neu gegründet.

Die Jahrestagung der HKV nimmt die Neugründung  in der Burgkirche in Friedberg in den Blick und ordnet sie in ihren historischen Kontext ein. Das Verhältnis zwischen Kontinuität und Neuanfang wird ebenso betrachtet wie die landeskirchlichen Verhältnisse außerhalb der EKHN.

Beteiligte Personen werden exemplarisch beleuchtet, der lange Weg zur Gleichstellung der Frauen im Pfarramt lenkt den Blick auf das Spannungsfeld von Tradition und Innovation. Aktuelle kirchliche Herausforderungen werden historisch kontextualisiert – Mut für Neues auch theologisch begründet.

Referent*innen sind Dr. Karl-Heinz Fix (München), Prof. Dr. Gisa Bauer (Köln), Dr. Lupold von Lehsten (Bensheim) und Jolanda Gräßel-Farnbauer (Marburg).

Neues Jahrbuch erschienen

Nach einer pandemisch bedingten Verzögerung erschien im August 2022 das neue Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung. Der Doppelband 70/71 widmet sich unter anderen dem Schwerpunktthema „1919 – Emanzipation der Kirche vom Staat“. Weitere Aufsätze, Quelleneditionen und Rezensionen widmen sich anderen Gebieten der hessischen Kirchengeschichte.

Neuer Vorstand gewählt

Im Zuge der Jahreshauptversammlung am 24. September 2021 in Eschwege kam es zu einigen Veränderungen in unserem Vorstand. Professor Friedrich Battenberg legte nach über 20 Jahren sein Amt als Vorsitzender für den Bereich der EKHN nieder. Auch der Vorsitzende für den Bereich der EKKW, Dr. Dirk Richhardt, kandidierte nicht erneut. Der langjährige Schatzmeister, Kirchenarchivdirektor i.R. Holger Bogs, war schon im Frühjahr aus dem Vorstand ausgeschieden. Auch Professor Markus Wriedt wird nach der Herausgabe des aktuellen Jahrbuchs diese Tätigkeit zusammen mit der Mitherausgeberschaft der Quellen und Studien (QSHK) beenden. Die Mitgliederversammlung dankte allen ehemaligen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz.

Die Neuwahlen der Mitgliederversammlung ergaben folgendes Ergebnis:

Vorsitzender für die EKKW: PD Pfarrer Dr. Volkmar Ortmann

Vorsitzender für die EKHN: Dr. Tobias Dienst

Schatzmeisterin Dr. Ute Dieckhoff

Die beiden Schriftführer Dr. Norbert Stieniczka und Pfarrer Dr. Friedhelm Ackva, die dem alten Vorstand angehörten, wurden als Mitglieder des neuen Vorstands bestätigt. Prof. Wolf-Friedrich Schäufele wird seine Arbeit als Herausgeber der QSHK und im Vorstand fortsetzen.

Als neuer Herausgeber des Jahrbuchs und Vorstandsmitglied konnte Dr. Jan Martin Lies gewonnen werden. 

Alter und neuer Vorstand der HKV in Eschwege: Prof. Friedrich Battenberg, Prof. Markus Wriedt, Dr. Norbert Stieniczka, Dr. Dirk Richhardt, Dr. Friedhelm Ackva, Dr. Ute Dieckhoff, PD Dr. Volkmar Ortmann, Dr. Tobias Dienst, Prof. Wolf-Friedrich Schäufele (v.l.n.r.).